Mikroorganismen, die bei biologischen Ab- bzw. Umbauvorgängen (zB Rotte, Fäulnis, Verwesung, Gärung) und als Erreger von Krankheiten eine wichtige Rolle spielen.
Stoffe, die keine physiologische Schadwirkung auf Boden, Pflanze, Tier und Mensch ausüben, deren Vorhandensein jedoch eine Qualitätsminderung des Kompostes darstellt (zB Steine, Glas, Kunststoffe, Metalle).
Anteil der austauschbaren basenbildenden Kationen (Ca, Mg, K, Na, NH4 in mmolc je kg TM) an der Kationenaustauschkapazität (KAK)
Ca+Mg+K+Na+NHV= 4 ·100 KAK
Es bedeutet: V .... Basensättigung, angegebene in %
Sauerstoffversorgung des Rottegutes durch natürliche Diffusion und Thermik bzw. durch Zwangsbelüftung.
Maximale Menge desselben Materials (Produkts) aus derselben Partie, aus der eine repräsentative Sammelprobe zu entnehmen ist.
Am (iterativen) Prozess des Austauschs von Informationen zur Beprobung eines Materials beteiligte Personen. Solche Parteien können sein: der Probenehmer, der Analytiker, der Auftraggeber, der Behördenvertreter und der Hersteller des Materials. Der Projektleiter ist die für den Gesamtuntersuchungsbericht verantwortlichePerson.
Schematisierte Darstellung der regelmäßigen Betriebsabläufe.
Dokument für laufende Aufzeichnungen der Massenströme (In- und Output, Betriebsmittel u. dgl.), Betriebsabläufe und Maßnahmen.
Verfahrenstechnisch bedingte Wasserzugabe zur Steuerung des Wasserhaushaltes während des biologischen Ab- bzw. Umbauprozesses.
Sammelbezeichnung für getrennt gesammelte biogene Abfälle aus privaten Haushalten (zB Küchen-, Gartenabfälle), Gewerbe und öffentlichen Einrichtungen.
Endprodukt aus der aeroben biologischen Behandlung vorwiegend von Bioabfall.
Aerobe Behandlung vorwiegend von Bioabfall.
Maßzahl für die volumenbezogene Menge an Sauerstoff, die für die Oxidation der biochemisch oxidierbaren Wasserinhaltsstoffe in fünf Tagen durch die Stoffwechseltätigkeit von einer entsprechenden Mikrobiozönose verbraucht wird.
Anlage, mit der Abluft, die vorwiegend mit flüchtigen organischen Inhaltsstoffen (zB Geruchsstoffe) belastet ist, durch Sorptions- und biologische Abbauprozesse gereinigt wird.
Material aus zB Kompost, Holzhäcksel, Rinde und ähnlichen anorganischen Materialien sowie anorganischen Komponenten hergestelltes Trägermaterial, an dem Sorptions- und biologische Abbauprozesse vorwiegend flüchtiger organischer Abluft-Inhaltsstoffe stattfinden.
Abfall, der aufgrund seines hohen organischen, biologisch abbaubaren Anteils für die getrennte Sammlung bereitgestellt wird.
Biogener Abfall aus der Zubereitung von Speisen bzw. Speisereste, der für die getrennte Sammlung bereitgestellt wird.
Biogener Abfall aus Grünmärkten, der für die getrennte Sammlung bereitgestellt wird.
Eigenschaft von organischen Stoffen, die sich aufgrund von mikrobiologischen Stoffwechselvorgängen abbauen lassen.
Eigenschaft von organischen Stoffen, die durch biologische Behandlung in einen weitestgehend reaktionsarmen Zustand übergeführt wurden.
Verfahren zum gelenkten Ab- bzw. Umbau von biologisch abbaubaren Abfällen (aerob: zB Verrottung; anaerob: zB Vergärung, Faulung).
Verfahren zum gelenkten Abbau bzw. Umbau von biologisch abbaubarer organischer Substanz (aerob: zB Verrottung; anaerob: zB Vergärung, Faulung).
Weitgehender Abbau der biologisch leicht abbaubaren Substanzen zur Erlangung eines weitestgehend reaktionsarmen Zustandes.
Zerlegung organischer Stoffe in einfachere (niedermolekulare) Verbindungen und Mineralstoffe durch den Stoffwechsel von Mikroorganismen oder Kleintieren (zB Insektenlarven, Würmer) oder durch die Wirkung freier Enzyme Je nach Milieu muss zwischen aerobem und anaerobem Abbau unterschieden werden.
Bezeichnet die Gesamtheit der Masse an organischem Material in einem definierten Ökosystem, das biochemisch synthetisiert wurde.
Sammelsack für die Aufnahme von Bioabfall, unabhängig vom Sackmaterial.
Sammelgefäß für die Aufnahme von Bioabfall.
Oberster Bereich der Erdkruste, der durch Verwitterung, Um- und Neubildung (natürlich oder anthropogen verändert) entstanden ist und der weiter verändert werden kann. Boden besteht aus festen anorganischen (Mineralanteil) und organischen Teilen (Humus und Lebewesen) sowie aus Wasser, den darin gelösten Stoffen und aus mit Luft gefüllten Hohlräumen. Der Boden und steht in Wechselwirkung mit Lebewesen.
Material, das durch Ausheben oder Abräumen von im Wesentlichen natürlich gewachsenem Boden einschließlich Untergrund einer Standorteinheit – auch nach Umlagerung – anfällt, sofern der Anteil an bodenfremden Bestandteilen, zB mineralische Baurestmassen, nicht mehr als 5 % des Volumens beträgt, keine mehr als geringfügige Verunreinigung mit organischen Abfällen (zB Kunststoffe, Holz, Papier) vorliegt und die bodenfremden Bestandteile bereits vor dem Aushub im Boden vorhanden sind (keine nachträgliche Vermischung).
Mischung aus verschiedenen Bodenaushüben (zB Bodenaushübe von verschiedenen Standorten).
Stoffliche und energetische Wechselwirkungen des Bodens mit den angrenzenden Subsystemen eines Ökosystems.
Teilbereich eines Bodenprofils, der geologisches Ausgangssubstrat ist (zB C-Horizont) oder durch bodenbildende Vorgänge (zB A- und B-Horizonte) entstanden ist und innerhalb seiner Grenzen – zB in Bezug auf Farbe, Bodenart und Bodengefüge – annähernd gleiche Eigenschaften aufweist und sich von benachbarten Bodenhorizonten unterscheidet.
Lotrechter Schnitt durch den Boden, der die Abfolge der Bodenhorizonte zeigt.
Material, das dem Boden an Ort und Stelle zugesetzt wird, um dessen physikalische, chemische oder biologische Eigenschaften als Pflanzenstandort zu verbessern.
Gibt die Energiemenge an, die bei einer vollständigen Verbrennung abgegeben wird. Im Gegensatz zum Heizwert beinhaltet der Brennwert aber zusätzlich die frei werdende Kondensationswärme, dies ist jene Wärmeenergie die durch die Kondensation des entstandenen Wasserdampfes entsteht. Früher wurde dieser Wert als „oberer Heizwert HO" bezeichnet.
Sammelsystem, bei dem Abfälle vom Abfallbesitzer zu festgelegten oder bestimmten Sammelstellen gebracht werden.